3 Fragen an: Paul Aurel, Zauberkünstler

Paul Aurel ist Zauberkünstler in Wien. Der Vierunddreißigjährige steht seit 20 Jahren nebenberuflich auf der Bühne. Als Doktor der Rechtswissenschaften und ehemaliger Anwalt ist Paul Aurel hauptberuflich mit der rechtlichen Betreuung von Komponisten, Textautoren und Musikverlegern in der AKM beschäftigt, kennt also die Veranstalter-Szene besser als viele andere. Gezaubert hat er unter anderem schon im Volkstheater Wien, auf der Bundesgartenschau in Deutschland und auf der weltgrößten Technikmesse CEBIT in Hannover.

Martin Benkovics: Paul, du bist Zauberer und Jurist, das ist eine äußerst interessante Kombination. Wie profitierst du von der jeweils anderen Seite deines Ichs?

Paul Aurel: Als Jurist lebt man allzu oft in einer sehr stringenten, logischen und mitunter trockenen Welt. Als Zauberer muss ich kreativ und kommunikativ denken. Für die Arbeit mit Menschen sind diese Kenntnisse daher für meine juristische Tätigkeit sehr wertvoll, soweit ich hier eine Vertretungstätigkeit ausübe oder Probleme von Mensch zu Mensch zu lösen habe. Außerdem wird man durchs Zaubern extrem schlagfertig. Umgekehrt profitiert der Magsiche Klub Wien, eine der ältesten Zauberervereine der Welt, von meinen rechtlichen und wirtschaftlichen Kenntnissen, denke ich. Ich bin dort seit 20 Jahren Mitglied und seit über zehn Jahren mit Leidenschaft im Vorstand tätig.

Martin Benkovics: In der heutigen medialen Welt ist ein Zauberer mitunter recht schnell entzaubert. Man braucht nur Zaubertricks zu googeln und schon weiß man, wie so mancher Trick funktioniert. Worin siehst du für die Zunft der Magier die Herausforderungen in der Zukunft?

Paul Aurel - ZauberkünstlerPaul Aurel: Erstens googeln nur wenige die Tricks direkt nach einer Vorstellung. Und später erinnern sich die meisten Menschen nur unvollständig an den genauen Ablauf eines Kunststücks. Dazu kommt, dass es zu einem Effekt in aller Regel zehn verschiedene Methoden gibt. Die wirklich guten Geheimnisse sind außerdem normalerweise nur dem Meister, der den Trick erfunden oder ihn von seinem Lehrer erhalten hat, und seinem Schüler bekannt, findet man also gar nicht im Netz. Ich sage aber immer meinen Zuschauern: Seid froh, dass ihr nicht wisst, wie es geht! Sonst könntet ihr euch gar nicht mehr am Wunder erfreuen. Und solange die Menschen das wollen, wird es auch Zauberkunst geben.

Martin Benkovics: Wenn jemand einen Zauberer für einen bestimmten Anlass engagieren möchte, was würdest du diesem Veranstalter raten? Worauf muss er/sie achtgeben, um keine bösen Überraschungen erleben zu müssen? Ich nehme an, Zauberer ist nicht gleich Zauberer. 🙂

Paul Aurel: Das ist selbstverständlich richtig. Als Veranstalter würde ich vor allem die Rahmenbedingungen so präzise wie möglich vorgeben: Wie lange soll der Auftritt dauern? Welches Publikum wird der Zauberer vorfinden? Gibt es eine Bühne oder wird Tischzauberei gewünscht? Der Zauberkünstler kann sich dann bestens auf das Event vorbereiten. Und der Veranstalter merkt bereits an der Kommunikation im Vorfeld, ob der Zauberer zu seinem Event passt oder ob er hier Schwierigkeiten zu erwarten hat. In der Regel gilt: Je mehr Fragen der Magier im Vorfeld zu den Bedingungen seines Auftritts stellt und je mehr Ansprüche er hat, desto professioneller ist er. Der Preis alleine ist kein Maßstab.

Martin Benkovics: Wohin können sich interessierte Eventplaner wenden, wenn sie einen Zauberer engagieren möchten?

Paul Aurel: Am besten an meine Adresse contact@modernmagic.at oder an den Magischen Klub Wien unter www.magischerklub.org. Dort findet man viele Magier der unterschiedlichsten Typen und Altersstufen. Da ist für jedes Event der Passende dabei. Und ich selbst bin ein absoluter Allrounder mit einer Spezialität in Close-Up-Magic. Wer mehr dazu wissen will, sollte auf www.modernmagic.at klicken.

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